Rohes Ei im freien Fall: Naturtalente in Sachen Verpackung gesucht
von Michael Sypien
Ein Ei, drei Meter Fallhöhe und kein professionelles Verpackungsmaterial – kann das gutgehen?
Mit dieser ungewöhnlichen Herausforderung sahen sich angehende Fachkräfte für Lagerlogistik bei einem Team-Building-Event konfrontiert. Ziel war es, ein rohes Ei so zu verpacken, dass es einen Sturz aus rund drei Metern Höhe möglichst unbeschadet übersteht – und das ohne die gewohnten Packhilfsmittel aus dem Berufsalltag.
Stattdessen: Natur pur.
Am Ufer des Mains durchstöberten die Teams die Umgebung nach geeigneten, stoßdämpfenden Materialien aus der Natur. Laub, Gras, Zweige – alles war erlaubt, solange es das empfindliche Ei bei der Landung schützen konnte. Zusätzlich durfte jede Gruppe eine Schere, ein Stück Schnur und eine Zeitungsseite verwenden, um ihre kreative Konstruktion zu vollenden.
Improvisationstalent war gefragt – und eine gute Portion physikalisches Verständnis.
Wie verteilt sich der Druck beim Aufprall? Was federt am besten? Und wie fixiert man ein Ei sicher mit natürlichen Mitteln? Die kreativen Verpackungslösungen reichten von kunstvoll verschnürten „Nestern“ bis zu fast aerodynamisch wirkenden Konstruktionen.
Welche Eier den freien Fall tatsächlich heil überstanden, bleibt an dieser Stelle ein gut gehütetes Geheimnis – schließlich zählt bei dieser Übung nicht allein der Erfolg, sondern vor allem der Weg dorthin.
Klar ist jedoch: Die Aktion sorgte nicht nur für staunende Gesichter und viel Gelächter, sondern schulte auch den Blick für Materialeigenschaften, Teamarbeit und den praktischen Transfer beruflicher Kompetenzen – verpackt in einer ordentlichen Portion Spaß.
Michael Sypien