Liveticker aus Mělník (Tschechien)

von Michael Sypien

Derzeit befinden sich einige Auszubildende unserer Schule an unserer Partnerschule in Mělník (Tschechien), um dort ein zweiwöchiges berufliches Praktikum in den Bereichen Weinbau und Gartenbau zu absolvieren. Hier berichten sie täglich aktuell über ihre Erlebnisse:

Tag 11

Unser Wecker klingelte am Sonntag bereits um 7 Uhr. Wir machten uns bereit für eine Reise in die Hauptstadt Tschechiens, nach Prag. Benita entschied sich nicht mitzufahren, da sie sich nicht so gut fühlte. Dennoch starteten wir alle gemeinsam nach dem Frühstück in Richtung Busbahnhof Mělník. Benita ging dann von dort weiter und machte noch ein paar Besorgungen, da alle Supermärkte und weitere Einkaufsmöglichkeiten auch sonntags in Tschechien geöffnet haben. Anhelina, Judith und Marcel machten sich auf, um die Hauptstadt zu erkundigen. Eine Dreiviertelstunde mit dem Bus, zehn Minuten mit der Prager Metro und schon waren wir am Hauptbahnhof. Von dort gingen wir zuerst zum Wenzelsplatz. Der Platz, 750 m lang und 60 m breit - deshalb sieht er aus wie eine Straße, zählt zu den größten städtischen Plätzen Europas. Wir begegneten vielen verschiedenen Touristen und sahen zahlreiche Modegeschäfte und Cafés. Aber auch die ersten Sehenswürdigkeiten wie das tschechische Nationalmuseum, das Haus der Mode und das Denkmal des heiligen Wenzel lagen auf dem Weg durch die prachtvollen Straßen. Dann kamen wir zum Rathaus in der Altstadt, an dessen Fassade man die berühmte astronomische Uhr sieht. Zu jeder vollen Stunde löst die Uhr ein kleines Spektakel aus, das wir aber wegen zu langer Wartezeit leider verpassten.

Stattdessen probierten wir in der Nähe ein leckeres traditionelles Eis von einem Familienbetrieb aus. Das Eis gab es nicht wie üblich in einer Waffel, sondern in ausgehöhlten Brötchen mit Zucker außen. Es schmeckte süß, war sehr interessant gemacht und präsentiert. Weiter ging’s zur nächsten Sehenswürdigkeit, der Karlsbrücke, die über die Moldau führt und eine der ältesten Brücken Europas ist. Hier haben viele Künstler und Musiker ihren Platz gefunden und lassen ihrer Kreativität freien Lauf. Unter der Brücke befinden sich schöne Restaurants, auf dem Wasser stehend oder in einem Boot schwimmend. Sehr viele Touristen fuhren auch in historischen Booten, den „Prag-Venedig“-Fähren. Von der Brücke aus waren zwei Inseln mitten im Fluss zu sehen, auf einer davon spielte eine tschechische Rock-Band ein Musikkonzert.

Über eine andere Brücke kehrten wir zurück in die Altstadt und spazierten weiter zum beliebten Tanzenden Haus. Auf seinem Dach gibt es sogar eine Bar, und wir hatten eine schöne Aussicht über das ganze Viertel. Zuvor hatten wir uns aber bereits in mehreren interessanten Cafés niedergelassen, die verschiedene Arten von den in Tschechien beliebten traditionellen Knödeln anboten. Süß, salzig, mit oder ohne Soße – es gab alles, was das Herz begehrt, und sogar noch mehr. Manche Knödel waren außen schön knackig und innen mit flüssiger oder cremiger Füllung. Wir haben in Prag so viele Süßigkeiten-Shops gesehen, empfehlenswert ist aber vor allem „Nuts & Wines“ in der Straße „Mostecká“. Auf dem Weg zurück zum Hauptbahnhof schlenderten wir abschließend durch einen blühenden Französischen Garten. Um alle Sehenswürdigkeiten in Prag zu besichtigen, bräuchten wir auf jeden Fall mehr Zeit, dennoch war es ein wunderschöner Tag in der Hauptstadt. Da wir von 8 bis 20 Uhr unterwegs waren, kamen wir glücklich und erschöpft in unserer Unterkunft an und erholten uns. Unser Fazit: Prag hat eindeutig sehr viel zu bieten und wartet schon auf den nächsten Besuch!

Tag 10

Am schon etwas späteren, warmen Samstagmorgen bereiteten wir unsere Verpflegung für den geplanten Ausflug in das Naturschutzgebiet Kokořínsko vor. Das im Umkreis von Mělník liegende Gebiet umfasst unglaublich große Misch- und Nadelwälder sowie beeindruckende Felsen aus Sandstein und Kalk, die überall von der Straße aus zu sehen sind. Frau Kušinova fuhr uns mit dem Auto durch das faszinierende Gebiet und übersetzte uns die Informationstexte von der tschechischen Sprache ins Englische. Dank ihr war die Reise sehr informativ, wir konnten sehr viel verstehen und lernten noch etwas dabei. Unser erstes Ziel war die gleichnamige Burg Kokořín, die im Mittelalter errichtet wurde und erst Anfang des 20. Jahrhunderts restauriert wurde. In der Zeit der Romantik diente die Burgruine mit den umgebenden Mischwäldern vielen Künstlern und Dichtern (K. H. Mácha, J. W. Goethe) als Inspiration. Im Burgturm konnten wir die zahlreichen Stufen hinaufsteigen, um am Ende einen schönen Ausblick ins Kokořinsko-Tal zu genießen. Das ganze Gebiet ist außerdem wegen seiner zahlreichen Sandsteinfelsen bekannt, die bedeutendsten Felsen davon bestiegen wir sportlich über eine unendlich lange Treppe.

Oben angekommen gönnten wir uns eine kleine Pause mit Brotzeit und traten nach ein paar Schnappschüssen die Reise zurück zum Auto an. Danach fuhren wir mit Frau Kušinova zu unserem nächsten Ziel, dem höchsten Berg unserer Route, zum Berg „Vratenská hora“ – der höchste Punkt der Mělníker Region (508 m ü.M.). Auf dem Berggipfel steht ein 45 m hoher Aussichtsturm, den wir auch besuchen konnten und von dort die großartige Landschaft um Mělník, das Kokořinsko-Tal sowie weiter entfernt liegende Orte sehen konnten. Wir waren sehr beeindruckt von der sehr grünen tschechischen Landschaft, wir entdeckten in weiter Ferne weitere Berge und Schlösser. Unsere letzten Besichtigungspunkte befanden sich in der Heimatstadt von Frau Kušinova, in Mšeno, welche eine architektonisch interessante Schule und ein Freibad besitzt. Wir danken Frau Kušinova an dieser Stelle sehr, dass sie sich die Zeit und Geduld  genommen hat, mit uns diese schöne Tour durch ihre Heimat zu unternehmen. Wir waren froh, dass das Wetter an diesem Tag für Outside-Aktivitäten gut gepasst hatte: Wir wurden von Regen verschont und konnten bei entspannten 25 Grad die aufregende Route durch das nah gelegene Naturschutzgebiet sehr genießen. Nach dieser langen und informativen Reise mit vielen neuen Eindrücken verbrachten wir den Samstagabend zusammen bei Rührei und einem spannenden Film.

Tag 9

Am neunten Tag unseres Praktikums trafen wir uns mit unseren Mentorinnen Sara und Katka in der Obstplantage/ Baumschule und warteten gemeinsam auf den heutigen Arbeitsauftrag. Währenddessen erkundeten wir das Gelände nochmals genauer und beobachteten die dort wild lebenden Tiere wie zum Beispiel Rebhühner und Hasen. Da wir am Mittwoch nicht mit Topfen fertig geworden sind, nahmen wir diese Arbeit für den heutigen Freitag nochmals in Angriff. Wir topften die Teilstecklinge von verschiedenen Gehölzen (z. B. Roter Hartriegel, Cornus sanguinea; Liebliche Weigelie, Weigela florida) in 9×9×8 cm und 11×11×12 cm Töpfe um. Danach stellten wir wieder die fertig gepackten Kisten auf den Anhänger, der schon fast geladen und bereit zur Abfahrt war. Dies machten wir bis Feierabend um 12:30 Uhr, da es Freitag war und auch hier früher ins Wochenende gestartet wird.

Zum Mittagessen gab es dann eine leckere Nudelsuppe, dazu Geflügelsteak in heller Soße mit Nudeln und Gemüse. Die überaus gastfreundlichen Tschechen versorgten uns dann noch mit zwei riesigen Paketen mit verschiedenem Essen für das Wochenende. Am Nachmittag saßen wir bei bestem Wetter in unserer riesigen Gartenanlage und spielten eine Partie UNO. Später machten sich Benita, Judith und Marcel nochmals auf in die Stadt, um ein Eis zu essen. Danach kauften wir uns noch verschiedene Getränke und ließen den Freitagabend gemütlich ausklingen.

Tag 8

Zuerst frühstückten wir in unserer Unterkunft, danach wurden wir von einem netten Fahrer zum Kelterhaus auf dem in der Stadt liegenden Schulgelände gefahren. Dort füllten wir weiter 4000 Liter Wein in Flaschen von je 0,75 l mit den Rebsorten Kerner 2014, Grauburgunder 2013 und Saint Laurent (Rotwein) 2017 ab. Die Arbeitsweise war dieselbe wie am Dienstag, dies beschäftigte uns bis 15:00 Uhr. Danach gab es noch eine kleine Weinprobe der abgefüllten Weine mit dem Kellermeister. Nach der erledigten Arbeit machten wir uns auf den Weg in die Stadt in Begleitung unserer tschechischen Mentorinnen Katka und Sara.

In einer beliebten lokalen Eisdiele probierten wir verschiedene Eissorten, z. B. extra dunkle Schokolade, Banane mit Schokolade, Cookies, Vanille und Zitrone. Nach einem kleinen Bummel durch die Stadt holten wir uns alle noch einen Döner für das Abendessen. Auf dem Weg zum Shopping-Center sahen wir einen kleinen Kaffeeladen, wo Benita eine Tasse Cappuccino mit Hafermilch genießen konnte. Zuhause besuchten uns zwei sehr gastfreundliche Mitarbeiterinnen aus der Küche der Schule, die sich sehr um unsere Verpflegung sorgen und uns viel Essen mitbrachten. Am Abend informierten wir uns noch im Internet über verschiedene Rebsorten, u. a. über die neu aufkommende Sorte Solaris.

Tag 7

Den dritten Praktikumstag begannen wir auf der Obstplantage und Baumschule. Dort teilten wir uns in zwei Gruppen auf, die erste Gruppe von Angelina, Marcel und Sara räumte im Foliengewächshaus die Multitopfplatten mit angewurzelten Stecklingen aus, die nicht angewurzelten Stecklinge entfernten wir mit dem uralten Schubkarren auf den Kompost. Danach kehrten wir den Boden, dabei entfernten wir das unerwünschte Beikraut und anschließend stellten wir die anderen Multitopfplatten sortenweise um. Die angewurzelten Stecklinge (von Ligustrum) fuhren wir mit dem Schubkarren zu der anderen Gruppe.

Die zweite Gruppe, also Benita, Judith und Katka, durften die angewurzelten Stecklinge (drei bis vier Pflanzen pro Topf) aus der Multitopfplatte nehmen, in Zehner-Töpfe mit Torfsubstrat topfen und in Kisten einstellen. Die Kisten wurden systematisch auf den Hänger gestellt.

Nach der ersten Pause tauschten die Gruppen ihre Tätigkeiten und arbeiteten bis zum Feierabend in dieser Konstellation weiter. Als Stärkung gab es zum Mittagsessen Grießklößchensuppe und Hefeknödel in Pfifferlingsoße. Danach haben wir bei strahlendem Sonnenschein einen Zwei-Stunden-Marsch über Acker und Wald ins nächste Dorf Chloumek gemacht. Dort haben auf dem Weg einen riesigen Kirschenbaum entdeckt und uns sehr über die reifen Früchte gefreut. Wir ließen das Abendessen in der Kantine ausfallen und vesperten später gemeinsam in unserer Unterkunft.

Tag 6

Am zweiten Arbeitstag fuhr uns die Leiterin der Gärtnerei mach dem Frühstück an die Schule. Dort erwarteten uns voller Vorfreude der Keller-Meister Herr Kusinov und sein Kollege, da wir heute 4 000 Flaschen Wein abfüllen durften. Wir haben Riesling 2017, Silvaner 2022 und Müller-Thurgau 2022 abgefüllt. Wir wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen aufgeteilt, die erste Tätigkeit war die Flaschen in eine Art „Sterilisator“ einzustellen, diese wurden dann mit Wasser ausgespült und eine zweite Person hat die gesäuberten Flaschen dann auf ein Förderband gestellt. Dort wurden die Flaschen befüllt und mit Stickstoff haltbar gemacht und mit einem Korken verschlossen. Zwei weitere Personen sortierten die Flaschen dann in Gitterboxen und verstauten diese fachgerecht.

Nach einer kurzen Mittagspause bei Spagetti Bolognese wurde dann direkt weiter gearbeitet und zum Abschluss natürlich ein kleines Glas von jeder Sorte gekostet. Nach dem arbeitsreichen Tag im Kelterhaus liefen wir bei strahlendem Sonnenschein zurück in unsere Unterkunft. Hier angekommen fassten wir die erlebten Ereignisse zusammen und erholten uns bis zum Abendessen von der Arbeit. Zum Abschluss genossen wir das Wetter und machten uns einen schönen gemeinsamen Abend.

Tag 5

Der erste Arbeitstag startete mit einem schnellen Frühstück in der Schulkantine, hier wurde direkt auch die weitere Verpflegung für unsere Pause gepackt. Anschließend nahmen uns Sarah und Katka, unseren zwei zugeteilten Schülerinnen, zum Gewächshaus mit. Dort erwartete uns die Leiterin der Gärtnerei und ihr Arbeitsteam. Wir durften zuerst an der Topfmaschine (aus Deutschland) Chrysanthemen und Astern topfen. Man teilte uns in mehrere Zweierteams auf, sodass ein Team getopft hat, ein Team die getopften Pflanzen in die Kisten verpackt hat und das dritte Team die Pflanzen auf Ebbe-Flut-Tische im Dreierverband aufgestellt hat.

Nach einer kurzen Pause durften wir dann Stecklinge von Tradescantia zebrina zur Vermehrung schneiden. Auch hier wurden wir logistisch aufgeteilt, sodass niemand nichts zu tun hatte. Die Stecklinge wurden dann in den „Pflanzenstimulator“ getaucht und dann in einen Topf pikiert. Wir haben in einem rotierenden System gearbeitet, sodass auch jeder jeden Arbeitsschritt durchlaufen konnte. Danach haben wir draußen noch das Feld bewässert und geschaut ob alles einwandfrei funktioniert und alle Pflanzen bewässert werden. Im Anschluss waren wir in der Kantine zum Mittagessen, wo Reis und Fleisch auf uns wartete.

Der erste Arbeitstag war ein voller Erfolg und ein schöner Start in unser Praktikum, die herzlichen Gastgeber haben sich sehr bemüht und wir konnten uns gut verständigen und schon etwas lernen. Den restlichen Tag haben wir an unseren Berichten gearbeitet und etwas gelernt. Nach dem Abendessen sind wir eine große Runde im Park gelaufen und haben uns die verschiedenen Pflanzen näher angeschaut.

Tag 4

Früh begann der zweite Tag des Sprachkurses mit Frau Vrátná von der Organisation Tandem aus Regensburg. Wir wiederholten den gestrigen Tag und lernten fleißig weitere Wörter und übten viele Begrüßungen und Unterhaltungen. Auch die tschechischen Zahlen wurden uns mit Bingo spielerisch beigebracht. Frau Vrátná zeigte uns nützliche Apps auf dem Smartphone, beispielsweise zum Reisen mit Bus und Bahn innerhalb der Tschechei. Auch Angebotshefte von Supermärkten wurden durchgesprochen und Preise verglichen.

Wir lernten auch viel über die interkulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Tschechischen Republik und Deutschland, zum Beispiel die Verschiedenheiten im Schulsystem oder die Gemeinsamkeiten beim Essen und Trinken. Nach dem zweitägigen Sprachkurs, der nachmittags endete, entschieden wir uns für einen großen Spaziergang auf dem Schulgelände bei wechselhaftem Wetter. Daraufhin fassten wir die bisherigen Eindrücke und Erlebnisse zusammen, um nichts zu vergessen. Unser Wochenende ließen wir dann bei einem kleinen Glas Wein und Kofola (tschechisches Coca-Cola) und ein paar Gesellschaftsspielen ausklingen.

Tag 3

Nach der frühen Abreise von Frau Herrmann frühstückten wir gemeinsam in unserem Gästehaus und bereiteten uns auf den Sprachkurs mit Frau Vrátná von der Organisation Tandem vor. Der erste Teil des Sprachkurses wurde in unserem Wohnzimmer abgehalten, wir lernten die Grundkenntnisse der tschechischen Sprache und die tschechischen Eigenheiten kennen.

Dann liefen wir gemeinsam in die Stadt Mělník und wandten unsere neu gelernten Kenntnisse direkt an. Hierbei übten wir auch die Aussprache, um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Für ein besseres Verständnis ging Frau Vrátná mit uns in einen Supermarkt um für das Wochenende einzukaufen.

Später machten wir uns auf den Heimweg und wiederholten die gelernten Wörter wie zum Beispiel: Pivo (Bier), Vino (Wein), Pes (Hund), Voda (Wasser), Pozor (Achtung) und Děkuji (Danke). Im Anschluss an den Sprachkurs haben wir zu Abend gegessen und bei leider schlechtem Wetter den Tag gemütlich im Haus verbracht. Dabei haben wir uns besser kennengelernt.

Tag 2

Der zweite Tag startete mit einem ausgewogenen Frühstück in der schuleigenen Kantine. Danach begann der Tag mit Frau Kušinová und Herrn Pytloun, die uns ausführlich das Schulgebäude und das dazugehörige Schulgelände gezeigt haben. Bei diesem Rundgang sahen wir auch die tschechischen Schüler arbeiten und den besonderen, geschützten Baum im Schulgarten. Anschließend wurden wir von der Schulleiterin und ihrer Stellvertreterin herzlich im Lehrerzimmer bei Kaffee und Keksen willkommen geheißen.

Frau Kušinová und Herr Pythloun fuhren mit uns dann zur schulischen Gärtnerei und auf den schuleigenen Weinberg den wir besichtigten. Nach einem Spaziergang durch den Park, der beeindruckend viele verschiedene Baumarten beinhaltete, erwartete uns ein Mittagessen in der Schulkantine. Bei mittelmäßigem Wetter besuchten wir dann die Stadt Mělník. Hier sahen wir viele verschiedene Sehenswürdigkeiten, unter anderem den beeindruckenden Zusammenfluss von Elbe und Moldau und die Sakralbauten der St. Peter- und Paul-Kirche. Wir haben eine informative Führung zum mittelalterlichen Brunnen der Stadt bekommen, den man nur durch einen unterirdischen Gang erreicht bzw. besichtigen kann.

Später wurden wir zu einer Weinprobe im schuleigenen Weinkeller eingeladen, bei dem wir etliche Weine probieren durften, wie zum Beispiel: Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau und Grauburgunder. Dies wurde mit Brot, Käse und viel Information begleitet. Zum Abschluss des zweiten Tages waren wir gemeinsam mit Frau Kušinová, Herrn Pythloun, dem Weinkeller-Meister und Frau Herrmann in der Innenstadt Mělníks zum Burgeressen.  

Tag 1

Unsere Reise begann um morgens in Würzburg am Hauptbahnhof. Nach der Verabschiedung unserer Liebsten und dem Kennenlernen aller Teilnehmer machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Mělník, Tschechien. Nachdem wir die erste Fahrt nach Regensburg gemeistert haben, erwartete uns ein überfüllter Zug nach Prag. Leider mussten wir dort zwei Stunden am Bahnhof verweilen, da die Polizei niemanden mehr zusteigen ließ. Der zweite Versuch war etwas erfolgreicher, dennoch mussten wir vier Stunden in der Hauptstadt Tschechiens stehen. Nach einem weiteren Umstieg waren wir nun auf dem finalen Weg Richtung Zielort Mělník. Dort wurden wir mit zwei Stunden Verspätung herzlich von Hana Kušinová und ihrem Fahrer abgeholt und in unsere Unterkunft auf dem Schulareal Neuberk gebracht.  Es erwartete uns ein nahrhaftes Abendessen: Schnitzel mit Kartoffelbrei. Nach dieser langen und anstrengenden Reise fielen wir alle müde ins Bett.

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