Seminar Wirtschaftswissenschaften

Die Seminarschule verfolgt das Ziel, unsere zukünftigen Kolleginnen und Kollegen bestmöglich auf die hohen Anforderungen der anspruchsvollen Berufstätigkeit als Lehrer im beruflichen Bildungswesen vorzubereiten. Die Referendarinnen und Referendare arbeiten bei uns an der Berufsschule in einem Schultyp, der aufgrund der Vielzahl der kaufmännischen Ausbildungsberufe und der stark differierenden schulischen Vorbildung der Schüler durch ein großes Maß an Heterogenität geprägt ist.

Wesentliche Aufgaben der Seminarschule

  • Einführung der Studienreferendare in die Schulpraxis
  • Anleitung zur Planung, Gestaltung und Auswertung des Unterrichts in der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften
  • Einführung in die Erziehungsarbeit und in Formen des pädagogisch gestalteten Schullebens

Ausbildungsformen an der Seminarschule

  • Hörstunden in den eigenen Fächern (Hierzu zählen Fächer wie Allgemeine Wirtschaftslehre, Rechnungswesen, Spezielle Betriebswirtschaftslehre des jeweiligen Ausbildungsberufes, Datenverarbeitung und das jeweilige Zweitfach).
  • Hospitationen in anderen Fächern (Darunter fallen Fächer wie Deutsch, Sozialkunde, Religion, Fachkunde etc., soweit diese nicht Zweitfächer sind).
Lehrversuche

Die Studienreferendare halten einzelne Unterrichtsstunden unter Anwesenheit des Seminarlehrers und anderer Referendare.

Etwa ab dem 3. Ausbildungsmonat übernehmen die Studienreferendare bis zu 8 Stunden Unterricht von Lehrkräften ("Zusammenhängender Unterricht"). Zusammenhängend bedeutet, dass die Referendarin bzw. der Referendar zwar unterrichtet, die jeweils zuständige Lehrkraft bleibt aber für den Unterricht verantwortlich.

Im 2. Halbjahr übernehmen die Studienreferendare bis zu 8 Wochenstunden "eigenverantwortlichen Unterricht".

Fachsitzungen im Seminar
  • mind. 3 Zeitstunden pro Woche
  • Inhalt: Unterrichtsanalysen, Erziehungsfragen, Methodik und Didaktik der wirtschaftswissenschaftlichen Fächer, lernpsychologische Grundlagen, moderne handlungsorientierte Unterrichtsmethoden, Schulentwicklung u. v. m.
Lehrproben
  • Zwei Lehrproben im 1. Ausbildungsjahr.
  • Eine der beiden Lehrproben findet im Unterrichtsfach (alte Bezeichnung: Zweitfach) statt. In den Lehrproben müssen unterschiedliche Unterrichtsfächer gewählt werden (z.B. Allg. Wirtschaftslehre, Rechnungswesen).
  • Die Klasse ist dem Referendar bekannt. In der Regel ist es die Klasse, in der er seinen zusammenhängenden oder eigenverantwortlichen Unterricht hält. Die Lehrproben sind in unterschiedlichen Jahrgangsstufen zu halten.
  • Das Stundenthema wird vom jeweiligen Seminarlehrer aus dem laufenden Unterrichtsgang festgelegt.
  • Der Termin der Prüfungslehrprobe wird vom Seminarvorstand bestimmt und dem Referendar 7 Tage vorher eröffnet. Der Prüfungszeitraum erstreckt sich auf den Zeitraum von März bis Juli.
  • Prüfungskommission: Drei Prüfer: 1. Vorsitzender: Seminarvorstand oder Vertreter der Schulaufsicht der Regierung von Unterfranken oder der Schulleiter, 2. Zweiter Prüfer: Seminarlehrer des Prüfungsfaches, 3. Dritter Prüfer: Weiterer Seminarlehrer oder anderer pädagogisch geeigneter Lehrer.